Finanzierung der ehrenamtlichen Arbeit

Der ehrenamtliche Teil der Arbeit finanziert sich aus verschiedenen Quellen. Dazu gehören Bußgelder, welche vom Zollamt eingestrichen werden. Diese werden an empfangsberechtigte Vereine, wie z. B. hipsy e. V. verteilt. Der Anteil, den der Verein erhält, beträgt jährlich ca. zwei- bis dreitausend Euro. Empfangsberechtigt ist ein Verein, wenn er in einer entsprechenden Liste beim Gericht eingetragen ist.
Drei- bis viertausend Euro erhält der Verein durch Spendengelder. Etwa dreißig Mitglieder zahlen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 35 Euro im Jahr. Diese Einnahmen wandern ebenfalls in die Kasse des Ehrenamts.
Die Stadt leistet eine freiwillige Regelförderung und finanziert damit 16 Stunden zur Koordinierung und Verwaltung der Ehrenamtlichen pro Woche und steuert einen Teil der Raummiete bei. Pro ehrenamtlichem Helfer wird ein Zuschuss von 132 Euro jährlich geleistet. Dieses Geld kann beispielsweise für Fahrtkosten und als Aufwands-Entschädigung verwendet werden. Die Gelder für die ehrenamtliche Arbeit werden nachschüssig erbracht, nachdem der Verein die Verwendung im ehrenamtlichen Engagement nachweisen konnte.
Zu den genannten Geldern kommt ein Zuschuss des Bezirks Oberbayern, sowie die „Laienhelfer-Pauschale“ von 132 Euro der Regierung Oberbayerns, von wo aus auch Schulungsmaßnahmen, Freizeitmaßnahmen und Kurse gefördert werden. Für diese drei letztgenannten Förderungen werden Festbeträge pro Teilnehmer gezahlt. Für sämtliche Zuschüsse müssen Anträge und Verwendungsnachweise erbracht werden. Der Verein selbst übernimmt durch Spendengelder, Bußgelder und Mitgliedsbeiträge einen Eigenanteil von 20%. Die Aufwendungen für die Betreuung in Haar, also Fahrtkosten, Kosten für Naschzeug und ähnliches werden den Helfern über das Bezirkskrankenhaus zurückerstattet.

Finanzierung der professionellen Arbeit

hipsy e. V. ist selbst Träger der Wohngemeinschaften und des BEW. Die Finanzierung erfolgt über Betreuungssätze (Tagessätze), die mit dem Bezirk Oberbayern nach der Genehmigung eines Projektes ausgehandelt werden und die über die Sozialämter ausgezahlt werden. Die Kosten erscheinen dem Nutzer, also dem Klienten manchmal sehr hoch. So kostet z. B. zur Zeit der Aufenthalt in der WG 3 pro Monat 30- oder 31-mal 32,94 €, d. h. rund 990 Euro. Hier muss klar gesehen werden, dass ja nicht nur die Zeit berechnet wird, in der die Kollegen sich persönlich mit dem Klienten treffen, sondern auch die Vor- und Nachbereitung der Gespräche, die Telefonate, die Team- und Supervisionszeiten und was sonst noch für eine fachlich und menschlich gute Betreuung nötig ist.

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