Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind beim Verein hipsy e. V. etwa 30 ehrenamtliche Helfer tätig. Bei diesen Personen handelt es sich um interessierte und engagierte Mitbürger, die den Anspruch haben, in ihrer freien Zeit für andere hilfebedürftige Menschen dazusein und durch ihre Anwesenheit, ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung zu helfen. Die Laienhelfer bieten verschiedene Projekte im Bereich Freizeit an. Bei den Aktivitäten ist jeder Betroffene herzlich willkommen.


Offene Treffen

Es gibt jeden Mittwoch Nachmittag ein offenes Treffen im Klinikum München-Ost (dem früheren Bezirkskrankenhaus Haar). Dort setzt man sich für zwei Stunden zusammen, knabbert Süßes, unterhält sich und ist einfach zusammen, um Spaß und Ansprache zu haben. Das Treffen ist auch für diejenigen Patienten gedacht, die kaum die Möglichkeit haben, Haar zu verlassen und anderweitig Kontakt zu finden, wie z. B. die Leute aus den Forensischen Häusern, die sich nicht unbeaufsichtigt bewegen dürfen. Donnerstag Abend findet der Stammtisch statt, ein ebenfalls offenes Treffen für Betroffene und Helfer zum selben Zweck. Hier kommen Betroffene zusammen, die irgendwie von diesem hipsy-Angebot gehört oder gelesen haben, manchmal auch Bewohner aus WGs und aus dem BEW.

Freizeitaktivitäten

Alle drei Monate werden die neuen hipsy-Aktivitäten bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um Unternehmungen verschiedenster Art, angeboten von ehrenamtlichen Mitarbeitern für betroffene Personen aus dem hipsy-Bekanntenkreis und über den Verteiler der Klinik-Sozialdienste. Auf dem Plan stehen Museumsbesuche, Kinobesuche, Theater, Wanderungen, Ausflüge ins Schwimmbad usw.
Außerdem werden von ehrenamtlicher Seite Wochenend- und Urlaubsfahrten angeboten, so zum Beispiel fast jedes Jahr eine Badereise nach Italien. Hotel, Verpflegung, Strandbesuche und Unternehmungen werden von ehrenamtlicher Hand organisiert. Die Reisen werden von mehreren ehrenamtlichen Helfern begleitet.

Einzelkontakte

Immer wieder ergeben sich auch Einzelkontakte zwischen ehrenamtlich Arbeitenden und Klienten. So können sich engere Beziehungen entwickeln und Freundschaften geschlossen werden. Man teilt und gestaltet gemeinsame Interessen, unternimmt etwas gemeinsam oder trifft sich einfach zum Ratschen. Einer der ehrenamtlichen Mitarbeiter von hipsy e. V. trifft sich beispielsweise regelmäßig mit zwei Klienten zum Skatspiel in einem Lokal.

Nutzen für die Betroffenen

Die von seelischer Krankheit betroffenen Menschen profitieren meist sehr von den Angeboten der Laienhelfer. Durch sie haben sie die Möglichkeit, unabhängig vom therapeutischen Anspruch und Angebot soziale Kontakte zu erlangen und zu pflegen. Im zwischenmenschlichen Kontakt, der ungezwungen und freundschaftlich verläuft, kann Sozialverhalten erlernt werden. Darüber hinaus sind diese Kontakte wichtig für psychisch erkrankte Menschen, um das eigene Selbstwertgefühl wieder aufbauen und stärken zu können. Für viele der angesprochenen Personen ist ein solcher Umgang außerhalb jeder therapeutischen Maßnahme und Intention sehr wichtig. Im Rahmen des Ehrenamtes kann ihnen die Möglichkeit geboten werden, als „normale“ Menschen „normale“ Hobbys und Interessen auszuüben und im Kontakt mit anderen Menschen zu teilen.

Fortbildung und Erfahrungsaustausch für die Helfer

Die ehrenamtlichen Helfer haben die Möglichkeit, an regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen, geführt durch kompetentes Fachpersonal, teilzunehmen, etwas über Krankheitsbilder und den Umgang mit psychisch Kranken zu erfahren und sich über ihre Erlebnisse mit Klienten auszutauschen.

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